Das Reiterhippodrom

#16

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 23.01.2007 22:07
von Mikalaya • Pferdepfleger | 841 Beiträge | 841 Punkte

ohfein

westernreiter 1: die pferde können nur galopp, spins und stopps, letztere nur aufgrund scharfer gebisse. sie binden ihre pferde an der kandare aus, rollkuren sie bis zum umfallen und die tiere sind so totgezüchtet dass selbst die hengste händelbar sind.

westernreiter2: diese teilrasse der qh kann sich nicht schneller als 10kmh vorwärts bewegen (und dafür muss es sich schon doll erschrocken haben) der galopp hat 4 sauber getrennte schläge und lahm sind sie eigentlich grundsätzlich. achja die vorhand, auf der latschen sie grundsätzlich herum und als logische folge geht die dann irgendwann kaputt.

westernreiter3: eine mischung aus offenstaller, guruhinterherläufer und besserwisser.
sie halten sich für was besseres, haben ständig die (wechselnde) einzig beste methode und wehe dem, der etwas anderes sagt.
die rasse des dazugehörenden fellponyviehs variiert, ist aber nur selten genau zuordenbar.

meine lieblinge: parellis
eine besonders agressive unterart der guruhinterherläufer.
Rasse des Pferdes variiert, vom Rassepferd bis zum Fellponyvieh ist alles möglich (wobei Isländer, Mixe etc. eher prestigeträchtig sind)
Die Unterbringungsart ist gerne der OS Marke Schlammloch, jedch ist auch dies nicht zwingend.
Was diese Gruppe eint ist nicht nur die felsenfeste Überzeugung, dass Parelli die einzig seeligmachende Methode gefunden hat mit Pferden umzugehen, nein. Sie versuchen auch noch auf höchst aggressive Art und Weise ihre Umfeld zu missionieren.
Ein nicht-Parelli-ausgebildetes Pferd ist per se schlecht erzogen, benimmt es sich wider Erwarten doch hat der besitzer großes Glück, ein so braves Tier zu haben.
Rennt ein Parelli-erzogenes Pferd einen Menschen um (o.ä.) ist das jedoch Fehler des Menschen und wird amüsiert zur Kenntnis genommen.

Isireiter
Auch eine sehr schöne Fraktion, die sich absolut von der Fellponyviehgruppe abzuheben versucht.
Meist OS-Schlammloch-Nutzer, reiten sie ihre Tiere in herrlichem Ganggemisch durch Wald und Wiesen.
Grundlagen der Dressur gelten für diese Tiere nicht, denn es sind schließlich gangpferde.
Die Isis selbst sind im allgemeinen nicht sozial verträglich mit anderen Rassen, weshalb sich ganze Ställe abschotten und nur Isländer aufnehmen.
Allgemein wollen Isireiter nicht so richtig viel mit ihrer Umwelt zu tun haben.
Diese hat da aber auch meist nichts gegen.

Dressurreiter
Rassepferde, die nach 3Jahren Weide (ohne nennenswerten kontakt zum Menschen) in eine 3x3m Box gesperrt werden und ab dann Leistung zu bringen haben.
Weide ist ab diesem Moment brandgefährlich, auch wenn sie einige Wochen noch völlig normal war.
Trotz 23Std Boxenhaft (gelegentlich aufgelockert durch erfrischende Aufenthalte im winzigen Einzelpaddock) vertragen sie gigantische Mengen an Kraftfutter, dadurch bekommen sie die erwünschte Elektrizität unterm sattel.
Komischerweise fangen sie im gleichen Moment an auf ganz alltägliche Dinge mit ausgewachsenen Panikattaken zu reagieren, aber das ist bei Sportpferden normal.
Die Reiter selbst schaffen es mehrere Stunden im stall zu verbringen und ihn dennoch genauso geschniegelt zu verlassen, wie sie ihn betreten haben.
Männliche Vertreter dieser Gattung sind grundsätzlich schwul, wären sie es nicht wären sie ja Springreiter und würden jeden Abend eine andere flachlegen.


Das reicht fürs erste

LG
Mika
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~~~~ Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher (Albert Einstein) ~~~~


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#17

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 23.01.2007 22:22
von Gala • Goldenes Reitabzeichen | 17.447 Beiträge | 17825 Punkte

Supi Thema ich lieg gez schon unterm Tisch vor lachen

Also staffeln wir mal durch.

Westernreiter wenn ich welche sehe muss ich doch kurzzeitig immer an die Marlbor Werbung im Kino denken (die finde ich sogar schön) meist lässig Kippe im Mund *selbgedrehteverstehtsich* nech. Gaul wird mehr Scheintot als alles andere hinter einem lässig am langen Zügel von a nach b gebracht um dort wieder erstmal laaaange abgestellt zu werden. Wer noch cooler ist als andere befestigt die Zügel am Horn und geht erstmal allein des Weges und Tier muss stehen. Wehe eine Fliege setzt sich ab und es schüttelt mit dem Kopf
Sporenklimpern ist ja normal. Fehlt meist nur die Melodie spiel mir das Lied vom Tod.
Geritten wir genauso lässig und meist auch sehr unanstrengend für den Reiter, weil ja Impulsreiter nech. Also einmal Sporen einmal Zügel muss das Tier wechen, drehen oder eben spinnen.

OS und Hüh Lotte beweg dich Reiter. Guru gefolge und CO.
Sind meist kaputte Traber die nie nie niemals galoppieren werden und trotzdem wird die täglich im Busch mit hüh schneller usw. gescheucht. Froh kann man sein das so extreme oft nicht genung Geld für eine Box im Nachbarreitstall haben. Gerne werden auch Trabrennen abgehalten wenn es mehr als 2 sind.
Man kann froh sein wenn sich in so Gemeinschaften überhaupt Leute mit Ahnung tummeln, die dann mal davon abraten den ausgewilderten Galopper nicht mit einem Kutschgebiss zu reiten.
Typberatung fällt bei so Leuten ganz aus, man kann froh sein wenn Paula alias ich geh immer durch im Gelände Hafi einen Sattel besitz und nicht mit Kissen und Longiertgurt ausgeritten wird.
Gejoint wird natürlich alles bis aufs Blut. Man darf aber nie die Frage stellen. Warum genau machst du das und was bezweckt es und was hilt es dir um oben drauf klar zu kommen???

Dressurreiter
Sind meist immer Frauen mit Mutti und Jackrussel bei Fuss. Meist kann man Mutter und Tochter nur unterscheiden, weil Tochter eine Reithose trägt. Ansonsten sind sie top gestylt und das im Doppelpack. Mutti trägt nicht nur den Hund sondern meist auch immer Fellstiefel. Schmine kann man das in so Moment nicht mehr nennen eher das dort Malerarbeiten statt gefunden haben.
Dressurreiter machen sich wie schon erwähnt die Hose nass wenn irgendwas anders ist. Sei es eine Stange oder mehrer im Weg oder die Ständer in der Ecke stehen anders. WEIL genau dahin wird das Dressurpferd glotzen. Die haben einen Riecher dafür uns sei die Tonne in der Ecke nur 5 cm verschoben. Das Dressurpferd mit dem kreischendem Dressurschnulli wird ab Mitte der langen Seite nicht mehr weiter kommen und wütenten andere anbrüllen was sie sich einfallen lassen können die Tonnen zu verstellen und nun eine 3/4 STunde das Dressurpferd auf dem unterem Zirkel zusammenknallen und es spornieren. Denn auch von dort wird das Dressurpferd die verschobenen Tonnen beobachten!
Bei extremen wie Wind der an der Türe rüttelt oder gar es longiert wer wird meist garnicht gesattelt! Sowas braucht sich ein richtiger Dressurreiter nicht antun!
Wie der Reiter ist das Pferd natürlich auch farblich ins kleinste Detail abgestimmt und muss erstmal allen angeprisen werden wenn man die Halle betritt. Gerne stellen sie sich dazu in die Ecke und brauchen stunden bis sie endlich oben sind oder führen direkt das Pferd lange und ausgiebig immer wieder am Reiterstübchen vorbei.
Ohne Decke unter 20 Grad niemals genauso wie Bandagen die 3 Kilometer lang sind.
Warum so ein Pferd nicht springen kann erübrigt sich ja daraus. Wenn es vor eine Stange tritt wird es dies durch die dicke bepolstereung an den Füssen ja nicht merken.
UND jedes Dressurpferd wie es auch immer dahin gekommen sein mag, dass in einer Halle geritten wird wo gesprungen wird, bock jedesmal ab wenn das andere Pferd nach dem Sprung landet!

SPringreiter

Gehören etwas zu der Gattung Westernreiter. Hier müsste man die Frage stellen wer war zu erst da?
Beide haben keine Probleme in der Halle zu reiten, wenn gerade der Träker eggt. Beide stotzden nur so vor coolnis und Rauchen tun sie auch gerne.
Springreiter sind immer hart im nehmen, setzen sich auf alles was vier Beine hat. Klaro mit Hammersporen und Pelham und SChlaufen, aber meist nie mit Gerte, das ist was für Dressurzicken.
Springpferde sind Sportler durch und durch das merkt man ihnen immer an. Sie wissen was sie können und mit wem sie es können. Springpferde kommen obwohl sie nicht glotzig sind oft alleine aus dem Gelände wieder. Pfleger die diese Aufgabe hassen kommen humpelnt wieder zum Hof und Springreiter freut sich und lacht und lobt sein Pferd...
Springreiter ob männlich oder weiblich sind immer gerne auf Partys vertreten und haben dort genauso wie ihre Pferde die Ruhe weg. Egal was passiert und wie man hinter aussieht! Die Party geht weiter.
Gerne auch noch eine Stunde vor Prüfungsbegin! Besoffen zu reiten liegt in der Natur des Springreiters.
Springreitern gehört die Welt oder zumindest die Halle. Wenn umgesattelt wird oder Gebiss ausgetauschtwird kann Nicole U. oder sonstwer Unterricht haben, da wird halt mal der Hufschlag gebraucht.
"Geht doch schnell Schnecke" oder " alles easy kleine" wird gerne benutzt um hysterische Dressurreiterinnen wieder unter Kontrolle zu bringen.

So es gibt noch viel mehr, aber es ist zu spät um das noch weiter auszubauen





http://www.viggo-mortensen.cz/Film/Hidalgo/16.jpg


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#18

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 23.01.2007 22:55
von Jaci • Turnierreiter | 3.247 Beiträge | 3257 Punkte
Mir fallen da noch spontan die ehemaligen Ost-Springreiter ein, die jetzt im ehem.Ossiland außerhalb von Berlin angesiedelt sind, wo die Leute noch denken die Mauer steht noch.
Sie sind zumeist Bauern, haben ne Frau und einen Sohn, in der Scheune steht ein Springpferd, groß und braun muss es sein.
Damals das Reitabzeichen erkauft oder beim Pokern mit den Kumpels gewonnen *g* tummeln sie sich auf den ländlichen Turnieren in A und L Springen.
Konkurrenz sind eigentlich immer die Dorfnachbarn, der Richter ist der Bauer von nebenan und somit bringen sie mehrmals Schleifen nach Hause.
Trainiert wird 3 Tage vorher und Dressurreiten geht mal gar nicht.
Jeden Sonntag gibts den obligatorischen Morgenausritt und ansonsten ist das Pferd auf der Weide und/oder in der Boxe geparkt.
Ist das Pferd platt oder springt nimmer kommt das nächste, erstanden für 2000 Euro über den Bauern nebenan der Springreiter xy kennt.

Tjaja und das ist nicht ausgedacht, ihr müsst nur mal in die kleinen Kuhkäffer außerhalb von Berlin City fahren.

zuletzt bearbeitet 23.01.2007 22:56 | nach oben springen

#19

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 00:14
von Silberzwiebel • Turnierreiter | 4.565 Beiträge | 4565 Punkte
Mikaaa *schlapplach* *tränenwegwisch* sau geil!!!!

Auch Pundsis Beschreibungen sind nur klasse, toller Thread
Gala, EXAKT!!! was die Dressurreiter angeht

mann, ich lach mich hier kaputt *gg*

Liebe Grüße,
Zwiebel



Manfred Hausmann (1898 - 1986)

zuletzt bearbeitet 24.01.2007 00:15 | nach oben springen

#20

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 05:56
von Mausebärchen • Reitlehrer | 6.071 Beiträge | 6071 Punkte

Dressurreiter wissen nicht was ein Oxer ist ( ein alk. Getränk..) mummeln ihr Pferd bis an die Ohren in warme Decken ein , auch wenn es draúßen 20°+ sind . Reiten nie mit Helm (bezitzen auch keinen).

Freizeitreiter ( Gute -Wetter-Reiter ) haben ihr Pferd nur als Zierde , hetzen einmal die Woche durch den Wald und nennen es gymnastizieren.
Pferd kommen nur am Wochenende auf die Koppel , wie gesagt es sind Freizeitreiter ( und die haben kaum Freizeit) unter der Woche kümmert sich nur eine RB um die Viecher.´

Hafis sind außer zum im Wald reiten zu nix zu gebrauchen , kriegen immer Rehe und werden vom Gras anschaun fett.

Westernreiter machen immer einen auf cool , dabei können die gar nicht richtig reiten , die schleichen überall nur rum , spucken die größten Töne ,aber man sieht sie immer bloß Schritt reiten....


Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind ;
wirklich arm ist nur , der nie geträumt hat.


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#21

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 09:18
von Anna • Goldenes Reitabzeichen | 13.626 Beiträge | 13626 Punkte

Ab einem gewissen Punkt wird der Durchschnittsreiter arrogant und überheblich, und hat einen Sack voller Vorurteile den er aufmacht, sobald etwas Andersartiges seinen weg kreuzt.


________________________________


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#22

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 09:49
von Moritz • Goldenes Reitabzeichen | 12.715 Beiträge | 12813 Punkte

SUPER Thema! *freuundlachschlapp* Jetzt ich:
Westernreiter: Können in Wirklichkeit gar nicht reiten und hängen auf ihren trippelnden laufenden Metern kartoffelsackmässig drauf!
Springreiter: *schliessan* "...halten sich für die wahren Reiter ..." ja is klar (war mal einer , der Beweis wird im Februar beim Dani-Treff angetreten)
Dressurreiter (bin selbst einer): muss farblich immer alles aufeinander abgestimmt sein
"na und? warum auch nicht?"


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#23

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:07
von Sunny • Reitlehrer | 7.280 Beiträge | 7289 Punkte

Anna, wie dieses Thema belegt, gibt es keinen Durchschnittsreiter



My Sunny and me


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#24

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:22
von melanie2776 • Goldenes Reitabzeichen | 16.220 Beiträge | 16430 Punkte

Buschreiter heizen mit Sporen in der Herzklappe und min. 300 km/h über Hindernisse die der normale Mensch als solche gar nicht wahrnehmen würde (Piknickgarnituren, LKW-Anhänger und Biertheken z. B.) Dabei sind sie in eine Art Panzer verpackt der jede Bewegung auf dem Pferd schier unmöglich macht. Deswegen bleiben sie auch am Sprung mit dem Oberkörper aufrecht. Klar, so ein Panzer lässt abknicken in der Hüfte nicht zu. Außerdem schmieren sie ihre Pferde mit Seife ein damit die durch das viele Schwitzen unterwegs endlich mal sauber werden.

Vierecksakrobaten benötigen min. 2 Abschwitzdecken ab 0° dann drei. Die Pferde werden grundsätzlich vom TT mit Hengstkette warmgeführt während der entsprechende Reiter Zylinder bzw. Melone ordnet und in die makellos weißen Handschuhe schlüpft. Dann husch aufs Pferd und vor dem Einritt muss dringend noch einnmal über die Stiefel gewuschelt werden. Pferde die nicht kauen werden mir Bömsken bestochen, das sie darauf hin anfangen mit der Zunge zu spielen wird dabei geflissentlich übersehen.

Springreiter sind eigentlich wie die Buschreiter nur das die Hindernisse höher sind und sie keinen Panzer tragen, zumindest nicht am Oberkörper. Bei den nächtlichen Aktivitäten dieser Spezies soll sich ein Panzer an anderer Stelle bereits bewährt haben.
Sonnigen Gruß
Melanie



"Schönes Fräulein darf ichs wagen, Arm und Geleit Ihnen anzutragen?" "Bin weder Fräulein weder schön kann ohn Geleit nach Hause gehen!"
FAUST


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#25

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:29
von Moritz • Goldenes Reitabzeichen | 12.715 Beiträge | 12813 Punkte

Hab noch die Bodenarbeiter vergessen: Bodenarbeiter ist die Spezie, die sich nicht auf's Pferd traut und steif und fest behauptet, alle Probleme sind vom Boden aus viel besser zu lösen und üben im Remontealter Übungen der hohen Schule, um es später dann leichter zu haben. Dieses später wird in der Regel jedoch nie erreicht, da die Pferde entweder schon vorher den Löffel abgegeben haben oder die Reiter so alt geworden sind, dass sie gar nimmer auf's Pferd hinaufkommen .


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#26

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:30
von Gelöschtes Mitglied
avatar


_________________________________________
Hiermit beende ich unser geistiges Kräftemessen, denn ich sehe, Du bist unbewaffnet.


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#27

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:34
von Futzi • Turnierreiter | 4.428 Beiträge | 4487 Punkte

Ich möchte noch das Partyverhalten hinzufügen

Springreiter, die männlichen lieben Frauen und das schon ab dem ersten Haaren (unten) und legen das eigentlich nie ab. Darum gehört einen ein männlicher nie alleine das WE sondern muss mit min 3 weiteren Mädchen geteilt werden.
Die Partys gehen laaaaaaaaaaang. Lieber tod als erster der heim geht. Mit 2 promill geht die S Prüfung gleich leichter rum. Bei Getränken ist der Springreiter nicht wählerisch, Bier und Schnaps tut´s schon lang und Musik aus der Mini Anlage reicht zu einem guten Fest.

Dressurreiter lieben Partys unter weissen Partyzelten mit Bistrotischen und Vasen gefüllt mit weissen Lilien. Das ganze wird durch zarte Klavierklänge als der eigends gesponserten High Tech Analage abgespielt.
Mini Brötchen werden rum gereicht aber ja nicht zuviel, sonst erfüllt das Dressurreitermädchen nciht mehr die Schlankheitsvorraussetzungen und das Tier kann nicht mehr Piaffieren. Der Dresscode erlaubt nur Namenhafte Kleidung, perlenohringe und Kette sowie den obligatorischen Cashmere Pullover über die Schultern. Trendfarben sind seit Jahren Pasteltöne. Ende der Party ist natürlich noch vor 24°° wo Töchterchen von Papa mit der Familienkutsche (Porsche Cayenn) abgeholt wird


Westernreiter, liebt Open Air Partys an 2 qm Grillen mit offenen Feuer. Die Kleidung vom reiten wird einfach anbehalten denn nur wer in den Schuhen schläft passen sie richtig. Square Dance gehört genauso dazu wie das amerikan party equipment wie Fahne, Country Musik, Saloontür und 400g Steaks.
Kleine Kinder dürfen zu später Stunde mit Karodecken im Pickup schlafen und die pferde dösen angebunden an den Putzstangen denn ggf muss Papa ja nochmal Bier holen



________________________________________
Der Weg ist das Ziel!







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#28

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 10:35
von Lieschen • Goldenes Reitabzeichen | 10.590 Beiträge | 10664 Punkte

Miiikaa, das war zu gut


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#29

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 12:15
von Toertchen • Großes Hufeisen | 477 Beiträge | 477 Punkte

Ihr habt die Barockreiter vergessen!

Die halten sich vornehmlich Hengste, auch wenn deren Haltung häufig Probleme mit sich bringt. Hauptsache Hengst. Denn die sind so schön feurig, gerade wenn man ihnen eine der seltenen Stuten vor die Nase stellt. Noch besser ist es, wenn der Hengst so unerzogen ist, dass selbst der oder die BesitzerIn das Tier nicht händeln kann. Toll, wie wild so ein Pferd ist!
Friesen und spanische Pferde werden bevorzugt, aber auch Ponys und Kaltblüter besitzt man in diesen Kreisen. Aus diesem Grund werden die Pferde oft mit Tiefladern transportiert, macht aber nichts, zum Aufsteigen braucht mancher Reiter eh einen Gabelstapler und der passt da direkt mit drauf. Bei der Pferdewahl ist es entscheidend, dass das Tier viel Masse, viel Hals und üppiges Langhaar besitzt.
Zum Reiten schmeißt man sich in historisch mehr oder weniger korrekte Kostüme aus Samt und Rüschen, der Dreispitz auf dem Kopf darf nicht fehlen, ähnlich verhält es sich mit der Seidenschleife im Haar der Reiterin.
Die oft mehr als schulterlangen Mähnen und bodenlange Schweife der Pferde werden jede Minute gepflegt, damit sie schön seidig und fluffig aussehen. Nach dem Bürsten wird das Langhaar jedoch sofort wieder eingeflochten, damit die kostbaren Haare nicht abbrechen. Geritten wird selbstverständlich auf Kandare, wobei fortgeschrittene Reiter dann auch die Unterlegtrense im Schrank lassen dürfen. Hauptsache, die Hals- und Kopfhaltung des Pferdes ist aufrecht, was von der Hinterhand kommt, ist nicht so wichtig.

Eine Eigenart unter den Barockreitern sind die spanischen oder iberischen Reiter. Natürlich muss hier sämtliche Ausrüstung aus den Ursprungsländern der Pferde stammen oder zumindest so aussehen. Auch in dieser Unterart der Barockreiterei wird die Haltung von Hengsten bevorzugt.

Oft handelt es sich bei Reitern dieser Sparte um frustrierte Dressurreiter, die nach FN-Richtlinien einfach keinen Blumentopf gewinnen.




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#30

RE: Vorurteile

in Was oben nicht passt 24.01.2007 12:40
von Gala • Goldenes Reitabzeichen | 17.447 Beiträge | 17825 Punkte

Also wenn wir so weit ausholen dann dürfen die Kutschenfahrer nicht fehlen!

Diese sind meist Bauern die durch Zufall mal beobachtet haben wie der Nachbar nebenan mit einem Pferd geeggt hat oder gar Bäume gerückt nach Sturm... Praktisch und da Bauern immer praktisch denken und sowieso nie Kohle haben werden 2 Warm/- Kaltblütermixe gekauft oder Tinker, Hafis oder Friesen(vornehmlich von einem der überfüllten Ponyhöfe wie Junkern Beel oder Reiterhof Vox).
Schnell steigt die Begeisterung hinter dem Pferd zu arbeiten udn nun muss doch eine gute Kutsche damit man Sonntags durchs Dorf auch schnieke aussieht.
Ein Landauer wäre der Traum vieler, aber unbezahlbar, also wird eine Kutsche der vielanbieter gekauft diese sind meist schwarz.
Nun muss auch ne Postkandarre ins Maul und ein Kutscherhut und Decke darf nicht fehlen. Schnell ist man sicher auf dem Bock und man möchte Sonntags die Leute beeindrucken und fängt mit Vorhandwendungen vor der Kutsche an, was gerne schon mal im Graben endet. Aber wer ein echter Kutscher ist braucht keine Hilfe, schließlich haben wir die kurze Peitsche nicht zur Zierde an der Kutsche befestigt. Nun werden die Muskeln der Tiere beansprucht und lautes gebrülle des Kutscher bewegt die Kutsche irgendwie wieder aus dem Graben. Nun ist Kutscher Held und fühlt sich seinen Ahnen verbunden die früher schließlich täglich so riskante Situationen durchleben mussten.
Kutschpferde wohnen im Winter im Stall der erst ende März, also wenn es wieder auf die Weide geht gemistet wird. Anfang November kommen sie in den STall. Ist der Kutscher vielseitig gibt es einen Schlitten und die Bewegung der Tiere ist auch in den Wintermonaten gesichert. Ansonsten Pech. "Das war früher nicht anders" ist mit der liebste Satz eines Kutscher.
Aber auch hier entwickeln sich Spezies von ungeahntem Ausmaß. Kutschieren ist tatsächlich eine Disziplin und damit noch nicht genug. Dieses wird auch noch in 3 Kategorien unterteilt...
Vor diesen Kutschen laufen immer Warmblüter die etwas steif aussehen aber bestimmt nicht sind. Können meist schneller traben als galoppieren und werden immer und Ständer gescheucht. Auch hier wird wie beim Dressurreiter alles farblich abgestimmt und nur das beste Leder kommt ans Pferd. Alle haben Mützchen und Brustschoner, die der normale Kutscher niemals an Tier machen würde. "Quark das gabs früher auch nicht"
Nicht um die Uhr gescheuchte Kutschpferde sind auch sehr sehr gute Reitpferde, sie hören aufs Wort Vielleicht sollte hier mal eine Verbindung zu Guru- Nachläufern gezogen werden ?




http://www.viggo-mortensen.cz/Film/Hidalgo/16.jpg


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