Das Reiterhippodrom
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RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 07.03.2006 23:31von schnattchen • Turnierreiter | 3.959 Beiträge | 3966 Punkte
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 16:19von Jaci • Turnierreiter | 3.247 Beiträge | 3257 Punkte
Es ist einfach alles nicht einfach!
Habe eben nochmal mit dem Züchter gesprochen.
Seine Lage derzeit ist absolut nicht rosig! Er bekommt in den nächsten Tagen Bescheid ob die Versicherung einen anderen Schaden übernimmt.
Wenn ja, baut er eine neue Anlage .. wenn nein, verkauft er alle und geht zurück nach Hessen.
Da ist es gerade nicht so "passend" mit dem Pferd. So fies sich das anhört.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich kann sie ja nicht aus Mitleid kaufen und der Züchter hängt derzeit völlig in der Luft.
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 16:24von Jaci • Turnierreiter | 3.247 Beiträge | 3257 Punkte
Hä? Natürlich, darum geht es doch.
Die Versicherung käst sich aber schon seid Ewigkeiten nicht aus. Und es liegt ja nicht nur bei der Versicherung.
Er weiß überhaupt nicht ob er in Gransee bleiben will. Den Bestand verkleinern möchte er in jedem Fall. Er möchte auf 8-10 Pferde runter gehen .. und nur noch 8-10 Kinder aufnehmen usw.
Er weiß Bescheid. Es liegt in seiner Hand was mit Zellina passiert.
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 16:25von Lieschen • Goldenes Reitabzeichen | 11.022 Beiträge | 11117 Punkte
wenn die Versicherung zahlt (geht es da noch um den Brand?) könnte er Zellina dann behalten oder geht es ihm finanziell so schlecht, dass er sie nicht durchfüttern kann?
was ich auf gar keinen Fall machen würde, ist das Pferd in dritte Hnde als Beistellpferd geben. Also mit den anderen mitverkaufen. Ihr würdet zwar sicher jemanden finden, aber da passieren die übelsten Geschichten.
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 16:30von Lieschen • Goldenes Reitabzeichen | 11.022 Beiträge | 11117 Punkte
dann ist die Entscheidung doch eigentlich gefallen, oder?
Du möchtest sie aus verständlichen Gründen nicht haben
Der Züchter kann sie aus nachvollziehbaren Gründen nicht behalten
dann gibt es ja nur noch zwei Lösungen: Entweder , ihr verkauft sie (was der Züchter ja, wenn ich mich erinnere, eh ablehnt, oder erinnere ich mich da falsch?) oder sie wird eingeschläfert.
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 16:42von Lieschen • Goldenes Reitabzeichen | 11.022 Beiträge | 11117 Punkte
Jaci, ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst, denn mir geht das mit Lieschen ganz ähnlich.
Eigentlich kann ich nirgendwo erwähnen, dass ich sie bei der nächsten Lahmheit einschläfern lasse. Von allen Seiten kommt dann: Hast du schon dies probiert, hast du schon das probiert.
das ist alles nett gemeint, aber irgendwann kann und will man einfach nicht mehr. Natürlich kann man noch dies oder das probieren, aber die Erfolgswahrscheinlichkeit ist ziemlich gering.
Die Leute wollen einem ja nur helfen, aber nach der 30. Hilfestellung kann man es nicht mehr hören und wird trotz gut gemeinter Ratschläge aggressiv.
Ich mache mir die Entscheidung mit Lieschen genauso schwer, wie du dir das sicher mit Zellina machst und es macht es nicht besser, wenn dann noch von allen Seiten auf einen eingeredet wird.
ich hoffe, es fühlt sich niemand angegriffen davon!
ich verstehe einfach so gut, was du durchmachst, Jaci und manchmal hilft es, wenn man merkt, dass man damit nicht allein ist *drückdich*
RE: Das war es mit Zellina
in Krank was tun? 08.03.2006 17:01von Just for fun • Turnierreiter | 3.541 Beiträge | 3548 Punkte
So, ich habe mich un einige zeit zurückgehalten, nicht ohne eine Meinung zu dem Thema zu haben, aber ich werde (wahrscheinlich)fürchterlich damit anecken und wollte jaci zu dem jetzigen zeitpunkt nicht zusätzlch belasten, sie hat es ja schon schwer genug.
Ich wundere mich allerdings, dass meine (gefühlte) reaktion offensichtlich nur bei mir eingetreten ist?
Oder aber, keiner wollte das so schreiben, aus (berechtigter) rücksicht auf jaci? Kann auch sein.
Vorsicht, das wird LANG:
Mal zu den fakten:
jaci reitet Zellina seit geraumer zeit. Dabei fällt/fiel ihr schon länger ein flacher, unrunder bewegungsablauf, gewisse unwilligkeit, mangelnde Rückentätigkeit sowie die unstete anlehnung auf.
Es wurde mit RL und Unterricht versucht, das pferdchen auf einen ausbildungsmäßig vernünftigen weg zu bringen.
Zwischendrin wurden die Rückenprobleme so deutlich, dass ein TA hinzugezogen wurde, der (hab ichs richtig im koopf?), Verspannungen durch wachstum/schlechtes wetter/ kreuzverschlag diagnostizierte und behandelte.
Offensichtlich war das klinische erscheinungsbild zu diesem zeitpunkt nicht so klar, dass man auf probleme an den beinen schliessen konnte? Meiner meinung nach übrigens ein eklatanter fehler in der diagnostik, denn gemeinhin hat der TA unten anzufangen, wenn ein pferd unrund läuft und das ist halt mal "mit der hufzange"... aber das nur am rande...
Das pferd wurde auftrainiert und weiter geritten. Mehr oder weniger zufriedenstellend (siehe "Ich habe ein Problem...") Hier hiess es am 3.03.:
Zitat von Jaci
Ja am Montag um 10 ist AKU in der Klinik Seeburg.
Ja heute waren wir echt gut und Zellina hat keinen Mucks gemacht *g* Die hat das richtig gemerkt und auf einmal konnte Madame auch wieder angalloppieren und zwar ohne Losrennen und schließlich gar nicht galoppieren und auch ohne Gebuckel.
Ganz brav halt, weiß gar nicht warum ich mir Gedanken mache *gg*
D.h. vor weniger als einer woche war das pferd nicht nur reitbar, sondern weitgehend unauffällig.
Nun wird ein pferd, das der nicht unerfahrenen reiterin das gefühl vermittelt, es hapere an der rittigkeit, nicht an der gesundheit (sonst hättest du es ja nicht weiter geritten?) eben (wegen AKU, NICHT wegen einer akuten Lahmheit) geröngt und hat einen (oder mehrere) befunde. Es wird dieser befund vom TA interpretiert und gilt somit als gesetz. Daraus wird hergeleitet, das pferd ist nicht mehr reitbar, weil es solche schmerzen hat, man wisse nciht, wie gross die schmerzen sind, weil ja beidseitig usw. usw.
Von spat im endstadium ist die rede...
Das sind doch alles halbwahrheiten und keine schlüssige diagnose, die ein Todesurteil rechtfertigen, wenn man vor weniger als einer woche noch nachdenken durfte, wie (und keinesfalls OB) man das pferd reiten soll. Jaci, du bist doch nicht doof! Glaubst du wirklich, Du kannst monatelang (ohne es zu fühlen) auf einem pferd reiten, dass angeblich solche schmerzen hat, dass man es jetzt töten müsste? Dann müsstest du sowas von gar kein gefühl haben, das kann und will ich nicht glauben...
Nun zu den ungereimtheiten (aus meiner sicht) in der angelegenheit:
Zellina hat flache Bewegungsabläufe - hey (steinigt mch oder lasst es sein) - das ist zu grossen teilen RASSEbedingt!
Zellina schlägt mit dem kopf, wenn es ihr zuviel wird... arthrotisch veränderte knochen werden gemeinhin nicht IN der bewegung schmerzhafter, sondern NACH zuviel bewegung, sie müsste demnach am anfang des reitens unwillig sein, nicht im verlauf
Zellina "lahmt nicht, weil es ja beidseitig ist" - eine lahmheit bleibt eine lahmheit, ob nun beidseitig oder nicht und jeder vernünftige TA MUSS ein Lahmheit als solche erkennen, am bewegungsablauf, nicht am "nicken" des kopfes! Die aussage: die lahmt nicht (erkennbar), weil es beidseitig ist, ist unsinn!
"Man kann ja nicht sagen, wie sie sich bewegen würde, wenn sie keine schmerzen hätte" - aber wie bitte? Man setze das pferd (kurzfrisitg!) unter "Dope" (komplett und effektiv schmerzmittel) und betrachte den bewegungsablauf (meine einschätzung? Siehe erster punkt...)
Spat im endstadium - typischer theatralischer ausdruck: (sog. Jugend)spat im endstadium ist das beste (ausser natürlich KEIN spat;-)), was einem fünf jährigen Pferd passieren kann, denn der ist abgeschlossen, verknöchert, schmerzfrei!
Mir fällt immer noch mehr ein, aber ich weiß ja gar nicht, ob man mir bis hierher überhaupt folgen konnte(wollte?
Zum abschluss werde ich jetzt aber doch nochmal böse - also echt zickig (weil nicht emotionslos)
Der züchter, der Zellina nun erlösen möchte (ein nicht zu ende diagnostiziertes pferd mit "unrundem" bewegungsablauf - nicht mehr!) hat meiner meinung nach kein "grosses herz" und ein "hohes verantwortungsgefühl" sondern schlichtweg wenig ahnung (siehe die "erfolge" seiner zucht...) und keine lust mehr ...
Jaci, das alles hilft dir nicht weiter, das weiß ich auch, aber für die allgemeinheit bitte ich, zu bedenken, was passieren würde, wenn jedes pferd nach einer aku MIT befund, ohne weiteres nachfragen, therapieren oder auch nur umdenken hinsichtlich der einsatzfähigkeit getötet würde?
Ein pferd, bei dem noch vor einer woche kein (grosser) zweifel an seiner reitbarkeit bestand?
dass man so ein pferd nicht wissentlich und willentlich KAUFT, ist dabei ein ganz anderes thema...
Wer bis hierher gelsen hat :
"tapferkeitsunddurchhaltevermögens ordenüberreich*
EDIT: wer solche und ähnliche geschichten hören will, vor allem, wie sie ausgegangen sind und warum wie gehandelt wurde/hätte gehandelt werden sollen, gerne... aber nicht hier...
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